Project Description

St. Antonius Ziekenhuis

Mark van Not

Kunde seit:

2008

Standort:

Nieuwegein / NL

Branche:

Krankenhaus

Projekt:

St Antonius Ziekenhuis

MultiBel im St. Antonius Ziekenhuis

Bevor MultiBel verwendet wurde, wurden Telefone mit herkömmlichen Anruflisten und Anrufketten zur Alarmierung benutzt. Der Nachteil war die geringe Geschwindigkeit und die Verwaltung einer großen Vielfalt von Listen und deren Aktualisierung.

MultiBel ist nach einigen Erfahrungen sehr benutzerfreundlich. Mit einfachen Bausteinen kann ein ganz bestimmter Alarm programmiert werden. Die Unterstützung durch MultiBel ist persönlich und serviceorientiert. Das Online-Handbuch enthält klare Anweisungen.

Krankenhaus-Katastrophenschutzplan (ZiROP)

In der ersten Instanz wurde MultiBel nur für den ersten Alarm im Katastrophenplan verwendet. Da in der täglichen Praxis Kontinuitätsfragen aufkamen, entstand allmählich die Notwendigkeit, MultiBel umfangreicher einzusetzen, z. B. auch bei der Fortentwicklung der regelmäßigen Patientenversorgung. In allen Möglichkeiten von MultiBel steht eine Prämisse zentral:

Zeitgewinn bei Alarmen fördert die Lebensqualität!

Die neueste Anwendung (außerhalb der Katastrophenhilfe) von MultiBel in St. Antonius ist das:

Full House Verfahren

d.h. Einsatz von MultiBel in allen möglichen Bereichen des Hauses.

In den Niederlanden stehen viele Notdienste aufgrund von Engpässen auf dem Arbeitsmarkt vor Kapazitätsproblemen. Viele akute Notfälle werden schnell gelöst, indem der Rettungsdienst die Patienten in weiter liegende Krankenhäuser fährt. Der damit einhergehende Zeitverlust kann letztendlich zu Lasten der Lebensqualität des Patienten gehen.

Um den Patientenfluss innerhalb von St. Antonius zu regeln, wird MultiBel verwendet, um den verschiedenen Partnerschaften anzuzeigen, dass die Notfallababteilung in Gefahr ist überlastet zu sein und dass auf Personen zurückgegriffen werden muss, wenn keine Kapazität freigesetzt werden kann. Auf der anderen Seite kann die Partnerschaft den Notfallabteilungn auch anzeigen, dass Kapazitätsprobleme in der Abteilung der medizinischen Spezialisierung auftreten.

Zu diesem Zweck wurden alle Mitglieder der zusammen arbeitenden Partner geschult und Szenarien in MultiBel erstellt. Sowohl die Notaufnahme als auch die Partnerschaften können ein Alarmszenario starten. Medizinische Sachverfahren:

  • Thrombolyse

Bei der Thrombolyse besteht der Vorteil der Verwendung von MultiBel darin, dass ein multidisziplinäres Team bereit ist, einen Thrombolyse-Patienten rechtzeitig am Eingang der Ambulanz zu empfangen und zu behandeln. Da eine Vorankündigung der meldenden Ambulanzversorgung intern von einem MultiBel-Ruf begleitet wird, hat das benötigte Team die Möglichkeit, sich rechtzeitig vorzubereiten, was Zeit spart und letztendlich im Interesse des Patienten liegt. Er wird so schnell wie möglich die notwendige medizinische Versorgung erhalten.

Diese Zeitersparnis kann lebensrettend sein. MultiBel sorgt dafür, dass wir nicht mehrere Mitarbeiter separat erreichen müssen. Mit einer Aktion alarmieren wir sofort alle und informieren die relevante Gruppe. Dabei besteht der Vorteil auch darin, dass mit der Benachrichtigung auch sofort besondere Details angeben werden können.

  • Rethorakotomie

Das St. Antonius-Krankenhaus verdankt seinen Ruf in erster Linie einer hochwertigen Herz-Lungen- Chirurgie: Ein erheblicher Teil der Patientenpopulation in dieser Fachrichtung durchläuft auf relativ komplexem Niveau Herz-Lungen-Eingriffe. Gelegentlich kann es zu einer schwerwiegenden Komplikation kommen, die den akuten Bedarf an einer Öffnung der Brusthöhle des Patienten innerhalb einer halben bis einer vollen Minute zur Folge hat. Es ist nicht einmal Zeit, in einen Operationskomplex überzuwechseln. In den meisten Fällen ist es dann notwendig, die Rethorakotomie auf der kardiologischen Pflegestation durchzuführen.

Je schneller, desto besser.

Darüber hinaus müssen die klinisch-chemischen Techniker Transfusionsblut bereitstellen, um den Blutverlust zu stoppen. Auch hier zählt „jede Sekunde“.

Bei einer herkömmlichen Alarmierung per Telefonliste war es möglich, dass die Alarmierung eines multidisziplinären Teams 6 bis 8 Minuten dauerte. Tatsächlich war das schon zu spät. Mit der Rhetorakotomie-Rufaktion alarmiert St. Antonius das zuständige Team schnell und informiert genau, welche Abteilung, welche Zimmernummer und welchen Patienten es betrifft. Diese Informationen können auch entscheidend sein, um sicherzustellen, dass das Team bereits einen 15-Sekunden-Zeitgewinn erzielt hat.

 

MultiBel wird regelmäßig eingesetzt und intensiv geübt. Beim St. Antonius hat man die Erfahrung gewonnen, dass eine hohe Übungsfrequenz sofort einen höheren Bestätigungsprozentsatz der alarmierten Personen ergibt.

MultiBel wird hier gebraucht für:

  • Alarmierung der gesamten Organisation und Kommunikation innerhalb des Krankenhaus-Katastrophenvorsorgeplans (ZiROP)
  • Alarmierung und Kommunikation für verschiedene Szenarien, in denen verschiedene Disziplinen miteinander verbunden sind, z. B. ein zusätzliches Operations-Team oder eine Schnellhilfe-Stammgruppe aufrufen.
  • Full-House-Verfahren
  • Alarm und Kommunikation bei Trombolyse- und Rethorakotomie-Notfällen.