Alarmierung im Notfall

Pflege- oder Altenheime haben besonders oft in der Nacht Personalengpässe, die eine reibungslose Evakuierung im Falle einer Notsituation erschweren. Darüber hinaus dauert es oft (zu) lange bis Unterstützung vor Ort ist. Zusätzlich geht viel Zeit dadurch verloren, dass die Mitarbeiter vor Ort inmitten der entstehenden Hektik eine Telefonkette oder einem anderen Anrufschema folgen müssen, um weitere Hilfskräfte zu alarmieren.

Projekt: Extra-Hände in der Nacht

MultiBel hat in Zusammenarbeit mit GHOR Twente in dem Projekt „Extra Hände in der Nacht“ eine Lösung für dieses Szenario entwickelt. Hierbei liegt bei der Alarmierung der Fokus nicht darauf, wo jemand arbeitet, sondern lediglich wo jemand wohnt.

Multibel ermöglicht es in einer einzigen Aktion direkt eine große Gruppe Personen zu alarmieren, zu informieren und sich untereinander zu verständigen. Innerhalb von wenigen Minuten können Sie Pflege-Fachkräfte, die in der Nähe Ihrer Einrichtung wohnen, erreichen. Multibel alarmiert über eine App, Sprachnachricht, E-Mail und SMS. Bei Problemen sind Sie schneller in der Lage tätig zu werden, denn die Verbindung erfolgt direkt mit den richtigen Personen.

Olivier Nieland, Senior Account Manager MultiBel BV

Pflegeeinrichtungen legen viel Wert auf Sicherheit und Erste Hilfe. Von ihnen wird erwartet, dass sie in der Lage sind, eine Evakuierung mit den anwesenden Ersthelfern und den übrigen Mitarbeitern professionell durchzuführen. Tagsüber ist meistens genügend Personal vorhanden um diese Forderung zu erfüllen. Aber gilt das auch für die Abend- und Nachtzeit? Dann ist die Personalbesetzung nämlich wesentlich geringer. Es betrifft nicht nur das Evakuieren von Menschen aus der Gefahrenzone, sondern es müssen auch Absprachen mit den Hilfsdiensten gemacht werden. Bei größeren Einrichtungen muss auch die Koordination und Registrierung am Sammelpunkt organisiert werden, wenn deutlich wird, dass Bewohner anderswo untergebracht werden müssen, weil ihre Wohnung beispielsweise wegen Wasser- und Rußschäden nicht mehr bewohnbar ist. Außerdem könnten Mitarbeiter, die bei der Rettungsaktion tätig sind, ebenfalls Opfer werden und dadurch nicht imstande sein weiter zu helfen.

Versammlung „Extra-Hände in der Nacht“, Newsletter GHOR ZHZ, Mai 2016